193 Empfehlungen für einen schlankeren Staat

MdL Franc Dierl: Abschlussbericht der Enquete-Kommission als Fahrplan für Bayerns Staatsmodernisierung

16.10.2026 | MdL Franc Dierl | Bayreuth

Bayern macht Ernst beim Bürokratieabbau: Der Abschlussbericht der Enquete-Kommission „Bürokratieabbau“ des Bayerischen Landtags liegt vor und liefert mit 193 Handlungsempfehlungen einen klaren Fahrplan für einen modernen, schlanken und digitalen Staat.

Dazu erklärt der CSU-Landtagsabgeordnete Franc Dierl: „Der Abschlussbericht der Enquete-Kommission ist ein starkes Signal für ein Bayern, das schneller, einfacher und bürgernäher wird. Unser Ziel ist klar: Wir wollen das Leben der Menschen spürbar leichter machen – im Alltag, im Ehrenamt, beim Bauen, in der Wirtschaft und im Umgang mit Behörden.“ 

Die Enquete-Kommission hatte ihre Arbeit im Juli 2024 auf Initiative der CSU-Fraktion aufgenommen. Das Ergebnis ist ein umfassender Maßnahmenkatalog, der nun zügig in die Praxis umgesetzt werden soll. „Entscheidend ist jetzt, dass wir die Empfehlungen nicht nur beschließen, sondern konsequent abarbeiten. Priorität müssen die Vorschläge haben, die für möglichst viele Menschen spürbare Entlastungen bringen“, so Dierl. 

Dabei kann Bayern bereits auf erste Erfolge aufbauen: fünf Modernisierungsgesetze der Staatsregierung, die Arbeit des Bürokratieabbau-Beauftragten Walter Nussel, die Staatsreform-Kommission sowie das „Einfach-mal-machen-Gesetz“. 

Der Bericht zeigt klar, wo Bürokratieabbau direkt Wirkung entfalten kann. Beispiele dafür sind:

  • standardisierte Prozesse beim Bau von Schulen, Kitas und anderen Einrichtungen des Gemeinwohls,
  • Vereinfachungen für Vereine und Ehrenamtliche, etwa im Vereinsregister und bei notariellen Vorgaben,
  • ein Bürokratie-Meldeportal, um unnötige Hürden direkt sichtbar zu machen,
  • digitales Antragstracking, damit Bürger und Unternehmen Bearbeitungsstände transparenter nachvollziehen können,
  • einheitliche Service- und Erreichbarkeitsstandards in ganz Bayern,
  • weniger kleinteilige Förderverfahren und mehr pauschale Mittelzuweisungen,
  • der Grundsatz „Once Only": Daten sollen nur einmal angegeben werden müssen,
  • „One-Stop-Shop"-Lösungen, damit Anliegen möglichst über eine zentrale Stelle bearbeitet werden,
  • mehr Vertrauen statt übermäßiger Kontrolle, verbunden mit klaren Sanktionen bei Verstößen.

Für Dierl ist Bürokratieabbau kein Einzelprojekt, sondern ein zentraler Baustein einer umfassenden Staatsmodernisierung. „Bei der Neuausrichtung von Staat und Verwaltung darf es keine Denkverbote geben. Wenn wir Verwaltungsverfahren vereinfachen, Zuständigkeiten bündeln, digitalisieren und das Personal noch stärker auf Service und Bürgerfreundlichkeit ausrichten, dann schaffen wir einen echten Mehrwert für Bürger, Unternehmen und Kommunen.“ 

Dierl unterstreicht dabei auch die Bedeutung einer modernen Verwaltungskultur: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Software unseres Staates. Deshalb brauchen wir mehr Entscheidungsfreude, mehr Serviceorientierung und mehr Mut zu pragmatischen Lösungen.“ 

„Der Bericht ist kein Papier für die Schublade, sondern ein Arbeitsauftrag. Wenn wir die Vorschläge entschlossen anpacken, können wir Bayern noch moderner, leistungsfähiger und lebensnäher machen", so Franc Dierl abschließend. 


Bayreuth, 16.10.2026 

Ansprechpartnerin: 
Kristina Jobst
Büroleiterin


Franc Dierl, MdL 
Abgeordnetenbüro Bayreuth 
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E-Mail: buero.mdl@franc-dierl.de