Zum Offenen Brief der Hollfelder Stadträte zum stockenden Glasfaserausbau in Hollfeld erklärt Landtagsabgeordneter Franc Dierl (CSU), Stimmkreis Bayreuth:
„Die Situation in Hollfeld ist aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger nicht mehr akzeptabel. Seit rund drei Jahren lebt die Stadt in einer Dauerbaustelle. Straßen und Gehwege wurden durch Tiefbauarbeiten in Mitleidenschaft gezogen, viele Hausanschlüsse sind technisch vorbereitet – aber die Glasfaseranschlüsse funktionieren nicht oder Verträge wurden von der Telekom sogar wieder storniert. Das beschädigt zu Recht das Vertrauen in den Glasfaserausbau.“
Besonders kritisch bewertet Dierl das Vorgehen der Telekom-Tochter Glasfaser Plus, die nachträglich einen Gebietsschnitt vorgenommen und rund 80 Adressen – insbesondere im Bereich Marienplatz, Judengasse, Steinweg und angrenzende Lagen – aus dem eigenwirtschaftlichen Ausbau herausgenommen hat: „Hier wurden Erwartungen geweckt, Verträge abgeschlossen und Baustellen verursacht und nun werden Teile der Stadt unter Hinweis auf ‚wirtschaftliche Gründe‘ fallen gelassen. Für die Menschen vor Ort ist das nicht nachvollziehbar. Transparenz und Verlässlichkeit sehen anders aus“, so Dierl.
Besonders kritisch bewertet Dierl das Vorgehen der Telekom-Tochter Glasfaser Plus, die nachträglich einen Gebietsschnitt vorgenommen und rund 80 Adressen – insbesondere im Bereich Marienplatz, Judengasse, Steinweg und angrenzende Lagen – aus dem eigenwirtschaftlichen Ausbau herausgenommen hat: „Hier wurden Erwartungen geweckt, Verträge abgeschlossen und Baustellen verursacht und nun werden Teile der Stadt unter Hinweis auf ‚wirtschaftliche Gründe‘ fallen gelassen. Für die Menschen vor Ort ist das nicht nachvollziehbar. Transparenz und Verlässlichkeit sehen anders aus“, so Dierl.
Weitere kritische Punkte sind für den Abgeordneten die Schäden und Folgekosten: „Die Stadt Hollfeld darf nicht auf den langfristigen Kosten für schlecht oder nur provisorisch wiederhergestellte Gehwege und Straßen sitzen bleiben. Auftraggeber und ausführende Unternehmen müssen dafür sorgen, dass die Infrastruktur fachgerecht und dauerhaft instandgesetzt wird. Es kann nicht sein, dass die Kommune und damit die Bürgerinnen und Bürger die Zeche zahlen.“
Der Ausbau leistungsfähiger digitaler Netze sei für den ländlichen Raum eine zentrale Zukunftsfrage, betont Dierl nachdrücklich: „Ob Homeoffice, digitale Bildung, Telemedizin oder die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe: Ohne zuverlässiges, schnelles Internet werden wir auf dem Land abgehängt. Gerade deshalb ist es so fatal, wenn der Glasfaserausbau vor Ort in dieser Form ins Stocken gerät.“
Wo der eigenwirtschaftliche Ausbau scheitert, müssen nach Ansicht des Abgeordneten die bestehenden Förderinstrumente greifen: „Die Bundesrepublik Deutschland und der Freistaat Bayern stellen mit der Gigabitstrategie des Bundes und den Breitband-Förderprogrammen erhebliche Mittel zur Verfügung – genau für diejenigen Gebiete, die wirtschaftlich schwer erschließbar sind.“ Für Hollfeld heißt das: „Die jetzt herausgenommenen Adressen müssen konsequent in geeignete Förderkulissen eingebunden werden. Die Menschen brauchen eine klare Perspektive, wann und wie sie tatsächlich einen leistungsfähigen Anschluss erhalten.“
Dierl kündigt an, das Thema aktiv weiter zu begleiten: „Ich werde mich umgehend eng mit Staatssekretär Martin Schöffel, MdL, sowie Staatssekretärin Dr. Silke Launert, MdB, abstimmen, um zu prüfen, welche konkreten Förderwege für Hollfeld in Frage kommen und wie wir die Stadt bei der Antragstellung und Umsetzung bestmöglich unterstützen können.“ Klar ist für den Landtagsabgeordneten: „Der Glasfaserausbau in Hollfeld darf nicht als Negativbeispiel enden, das Chaos muss ein Ende haben und es muss schnell zu einer tragfähigen Lösung im Sinne der Bürgerinnen und Bürger kommen.“
Abschließend bedankt sich Dierl ausdrücklich bei den Stadträten für ihren offenen Brief: „Die offene, gemeinsame Stimme aus dem Stadtrat ist wichtig. Sie zeigt die große Unzufriedenheit in Hollfeld und dass man aktiv wird - das ist richtig so!“
Bayreuth, 16.03.2026
Ansprechpartnerin:
Stefanie Finzel
Persönliche Referentin
Franc Dierl, MdL
Abgeordnetenbüro Bayreuth
Tel: 0921/76430-26
E-Mail: buero.mdl@franc-dierl.de
