Bayreuth/München. Der Freistaat Bayern investiert so stark in studentisches Wohnen wie kein anderes Bundesland in Deutschland. Das zeigt ein aktueller Bericht des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Der Bayreuther Landtagsabgeordnete Franc Dierl (CSU) wertet ihn als klares Signal für den Hochschulstandort Bayern und besonders für Bayreuth und Oberfranken.
Anfang Februar 2026 wurden Vorwürfe über mangelhafte Zustände in der Studentenstadt Freimann in München öffentlich. Die Staatsregierung reagierte umgehend: Mit einem Fünf-Punkte-Aktionsplan wurden Bestandsaufnahme, Reinigungskampagne, Schadensbehebung, mehr Transparenz und ein strukturierter Hinweisgeberschutz auf den Weg gebracht. Rund 4 Millionen Euro wurden kurzfristig bereitgestellt, die Gesamtinvestitionen in die Anlage belaufen sich auf bis zu 150 Millionen Euro.
Franc Dierl stellt klar: „Freimann war ein Einzelfall, aber er wurde ernst genommen und konsequent aufgearbeitet. Das ist der Unterschied: Bayern schaut nicht weg, Bayern handelt."
Die Gesamtbilanz des studentischen Wohnens in Bayern kann sich sehen lassen. Rund 37.700 Wohnplätze stehen derzeit in 280 Wohnheimen zur Verfügung (Stand: 1. Januar 2025). Im Rekordjahr 2024 wurden rund 161 Millionen Euro Fördermittel für knapp 2.400 neue Wohnplätze bewilligt. Derzeit befinden sich rund 3.900 Wohnplätze im Bau, das entspricht 43 Prozent aller deutschlandweit geförderten Studierendenwohnplätze, die sich im Bau befinden.
Parallel dazu wurde der staatliche Zuschuss zur Grundfinanzierung der Studierendenwerke seit 2020 von 9,3 Millionen Euro auf 19,6 Millionen Euro im Jahr 2025 gesteigert, was ein Plus von 111 Prozent ist. Hinzu kommen 50,5 Millionen Euro aus einem Sonderprogramm zur Stärkung der Eigenkapitalbasis der Studierendenwerke.
„Diese Zahlen sprechen für sich", betont Dierl. „Bayern investiert, Bayern baut, Bayern setzt bundesweit Maßstäbe für bezahlbares und qualitativ gutes studentisches Wohnen."
Auch im Zuständigkeitsbereich des Studierendenwerks Oberfranken, das die Wohnheime in Bayreuth und der Region betreut, besteht weiterhin Handlungsbedarf: Die durchschnittliche Wartezeit auf einen Wohnheimplatz beträgt derzeit ein bis zwei Semester, eine spürbare Belastung für viele Studierende.
Dierl macht klar, was das bedeutet: „Wer in Bayreuth studieren will und monatelang auf eine bezahlbare Unterkunft wartet, steht unter enormem Druck. Das können und wollen wir nicht hinnehmen."
Das Staatsministerium hat konkrete Sanierungs- und Neubaumaßnahmen für den Bereich des Studierendenwerks Oberfranken in Planung. Dierl begleitet diese Entwicklung aktiv: „Bayreuth ist ein lebendiger und wachsender Hochschulstandort. Wer junge Menschen hierherholen will – zum Studieren, zum Forschen, zum Bleiben –, der muss ihnen bezahlbaren Wohnraum bieten können. Das ist für mich als Bayreuther Abgeordneter kein abstraktes Ziel, sondern eine ganz konkrete Aufgabe."
Zusätzliche Dynamik kommt aus Berlin: Im Rahmen der Verwaltungsvereinbarung 2027/2028 werden die Bundesmittel aus dem Förderprogramm „Junges Wohnen" auf eine Milliarde Euro pro Jahr verdoppelt. Auf Bayern entfallen dabei rund 156 Millionen Euro jährlich; Mittel, die gezielt für neue und sanierte Wohnheimplätze eingesetzt werden.
„Das ist eine echte Chance, die wir nutzen müssen, auch in Oberfranken und Bayreuth", so Dierl.
Franc Dierl zieht ein klares Fazit: „Wer Chancengleichheit ernst nimmt, sorgt dafür, dass ein Studium nicht daran scheitert, keine bezahlbare Unterkunft zu finden. Bayern geht diesen Weg mit starken Investitionen, politischer Verantwortung und dem Blick auf jeden einzelnen Hochschulstandort. Auch auf Bayreuth."
Bayreuth, 09.07.2026
Ansprechpartnerin:
Kristina Jobst
Büroleiterin
Franc Dierl, MdL
Abgeordnetenbüro Bayreuth
Tel: 0921/76430-26
E-Mail: buero.mdl@franc-dierl.de