Konjunktureinbruch in Bayreuth

MdL Franc Dierl: „Bayern muss beim Modernisierungskurs dringend mehr Tempo machen!“

01.07.2026 | MdL Franc Dierl
MdL Franc Dierl (links) mit Thermoheld-Geschäftsführer Walter Schütz. Der Abgeordnete besucht häufig Unternehmen, um sich von deren Leistungsstärke zu überzeugen und ihre politischen Anliegen aufzunehmen.
MdL Franc Dierl (links) mit Thermoheld-Geschäftsführer Walter Schütz. Der Abgeordnete besucht häufig Unternehmen, um sich von deren Leistungsstärke zu überzeugen und ihre politischen Anliegen aufzunehmen.

Die Bayreuther Wirtschaft verliert spürbar an Fahrt. Das zeigt die aktuelle Konjunkturbefragung der IHK für Oberfranken Bayreuth mit aller Deutlichkeit: Der IHK-Konjunkturklimaindex, ein wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Stimmung in der Region, ist um 14 Punkte auf 91 Punkte gesunken und liegt damit erstmals seit über einem Jahr wieder unter der Wachstumsschwelle von 100. Eine zu Jahresbeginn vergleichsweise robuste Wirtschaftsregion gerät nun zunehmend unter Druck.

Die Zahlen sind konkret und ernüchternd: 38 Prozent der befragten Unternehmen aus Stadt und Landkreis Bayreuth melden gesunkene Aufträge im Inland, nur 16 Prozent berichten von einem Aufwärtstrend. Die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate sind pessimistisch: 29 Prozent der Unternehmen rechnen mit einer Verschlechterung ihrer Lage, lediglich 12 Prozent mit einer Verbesserung. Besonders alarmierend: Mehr als jedes vierte Unternehmen plant einen Stellenabbau, geringe neun Prozent wollen neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen. 

Als Ursachen benennen die Unternehmen vor allem steigende Energiepreise, auch infolge des Nahostkonflikts, die Unsicherheit durch Handelskonflikte mit den USA sowie eine nach wie vor erdrückende Bürokratielast. IHK-Gremiumsvorsitzender Jörg Lichtenegger bringt es auf den Punkt: „Solange der 'Bürokratieriegel' hält, solange wird es mit dem Standort Deutschland nicht wieder aufwärts gehen." 

Genau an diesem Punkt zeigt der Freistaat Bayern, dass er die richtigen Antworten hat. Mit einer bislang einzigartigen Reihe von Modernisierungsgesetzen, vom Ersten bis zum aktuell in der Verbandsanhörung befindlichen Fünften Modernisierungsgesetz, baut Bayern konsequent bürokratische Lasten ab, beschleunigt Genehmigungs- und Planungsverfahren und macht seine Verwaltung leistungsfähiger, schneller und bürgerfreundlicher. Das jüngst in Kraft getretene Bayerische Modellregionengesetz geht sogar noch einen Schritt weiter: Mit dem Ziel, erfolgreiche Ansätze dauerhaft auf ganz Bayern zu übertragen, können ausgewählte Kommunen laut Gesetz befristet von landesrechtlichen Vorgaben abweichen, um unbürokratische und schnellere Verfahren direkt in der Praxis zu erproben. 

Das Bayerische Modellregionengesetz ist somit die direkte politische Antwort auf das, was Unternehmen auch in der Region Bayreuth unternehmerisches Handeln massiv erschwert: zu viel Papier, zu lange Wartezeiten, zu wenig Verlässlichkeit. Mit dem Fünften Modernisierungsgesetz soll unter anderem der Einsatz Künstlicher Intelligenz für automatisierte Verwaltungsakte ermöglicht, Beglaubigungsanforderungen abgebaut und die Devise „Vertrauen in einfache Kopien" verankert werden, alles konkrete Erleichterungen, die direkt bei den Betrieben ankommen. 

„Ich nehme die Zahlen und Signale der IHK für Oberfranken als klaren Auftrag für meinen Stimmkreis“, folgert Landtagsabgeordneter Franc Dierl (CSU). „Der Modernisierungskurs des Freistaates muss mit voller Kraft fortgesetzt werden und ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass die Anliegen der Bayreuther Wirtschaft dabei immer präsent sind“, versichert er und wendet gleichzeitig den Blick nach Berlin: „Auch auf Bundesebene werde ich dafür werben, dass die Regierung den Bürokratieabbau intensiv verfolgt und die im Dezember 2025 vereinbarte Föderale Modernisierungsagenda mit dem Ziel, bürokratische Kosten um 25 Prozent zu senken, konsequent umsetzt.“ 

MdL Dierl dankt der IHK Oberfranken und dem Vorsitzenden des IHK-Gremiums Bayreuth, Jörg Lichtenegger, für die sorgfältige Erhebung der alarmierenden Zahlen und die klaren Worte: „Solche faktenbasierten Analysen sind unverzichtbar, denn sie zeigen der Politik, in welcher Weise gehandelt werden muss.“  Und sie bestätigen Dierl in seiner politischen Arbeit: „Der bayerische Weg ist der richtige. Wir müssen ihn nur noch entschlossener gehen.“

Bayreuth, 01.07.2026 

Ansprechpartnerin:

Stefanie Finzel
Persönliche Referentin


Franc Dierl, MdL 
Abgeordnetenbüro Bayreuth 
Tel: 0921/76430-26
E-Mail: buero.mdl@franc-dierl.de